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Rottaler Mostwochen 2021

Vom 04.09. bis 24.10.2021 finden im Landkreis Rottal-Inn die Rottaler Mostwochen 2021 statt. Zwei neue Broschüren zeigen die Bedeutung der heimischen Produkte als Küchenbegleiter sowie die einzelnen Programmpunkte auf.

Mit der Mostkönigin Carolin Lehner (4.v.l.) freuen sich vl. Bürgermeisterin Dagmar Feicht, Leiter der Kreisentwicklung Landkreis Rottal-Inn Waldemar Herfellner, stellvertretende Schulleiterin der Landwirtsschaftsschule Lidwina Kainz, Regionalmanager der Kreisentwicklung Landkreis Rottal-Inn Andreas Fischer, Tourismusbeauftragte der Kreisentwicklung Landkreis Rottal-Inn Isabella Enggruber und Magdalena Müller von der Kurverwaltung Bad Birnbach.
Mit der Mostkönigin Carolin Lehner (4.v.l.) freuen sich vl. Bürgermeisterin Dagmar Feicht, Leiter der Kreisentwicklung Landkreis Rottal-Inn Waldemar Herfellner, stellvertretende Schulleiterin der Landwirtsschaftsschule Lidwina Kainz, Regionalmanager der Kreisentwicklung Landkreis Rottal-Inn Andreas Fischer, Tourismusbeauftragte der Kreisentwicklung Landkreis Rottal-Inn Isabella Enggruber und Magdalena Müller von der Kurverwaltung Bad Birnbach. - © Kurverwaltung Bad Birnbach

Heimische Produkte sind hervorragende Küchenbegleiter

Eine Rottaler Apfelmostsuppe als Vorspeise, als Hauptgang Schwarzg’selchtes mit Mostkraut und zum Nachtisch „Schloßer-Buam im Mostdoag“. Wo es das gibt? Bald nach Gusto in jeder Küche. Im Vorfeld der diesjährigen Mostwochen, die von 4. September bis 24. Oktober im ganzen Landkreis Rottal-Inn und im ländlichen Bad stattfinden, haben sich wieder 24 Gaststätten und Traditionswirtshäuser beim Kochen ihrer ansonsten gut gehüteten Mostspezialitäten über die Schulter schauen lassen. All diese Köstlichkeiten haben der Landkreis und die Kurverwaltung des Marktes Bad Birnbach wieder in einem Rezeptheft zusammengefasst. Gute Küche gibt es an Rott und Inn an sehr, sehr vielen Stellen. Und genau darum geht es: „Wir möchten zeigen, dass heimische Produkte hervorragende Küchenbegleiter sind“, erklärt Mostkönigin Carolin I. So wird die Mostbroschüre auch zum kulinarischen Reiseführer für Gäste und Einheimische – aber auch zum begehrten Sammlerobjekt, denn mittlerweile ist es bereits das siebte Rezeptheft, das auf diese Weise entstanden ist.

Große Streuobstwiese in Bad Birnbach

Sozusagen um die Grundlagen für all diese Köstlichkeiten geht es in einer zweiten Broschüre, die von der Kurverwaltung aufgelegt wurde. Darin dreht sich alles um die große Streuobstwiese, die es mitten im Bad Birnbacher Kurgebiet gibt. Ein Bündnis für Streuobstwiesen hat sich vor einigen Jahren gegründet. Dazu haben sich der Landkreis Rottal-Inn, die Rottal Terme, der Markt Bad Birnbach und die Natursaftkelterei Wolfra zusammengeschlossen. Letztere ist Partner der Rottaler Obstverwertung eG, in der wiederum rund 1500 Obstbauern aus dem Rott- und Inntal organisiert sind. Die bestehende Obstwiese wurde um zahlreiche Bäume ergänzt.

Dabei konnte man auf die Unterstützung von Dr. Sebastian Grünwald zählen. Der Experte untersuchte jeden einzelnen Standort auf der Wiese, erstellte eine exakte Kartierung und baute so eine „Einkaufsliste“ mit uralten Sorten zusammen, die sogar Fachleute vor Probleme stellen. Eines haben sie bei allen unterschiedlichen Eigenschaften nämlich gemein: Sie sind kaum noch zu bekommen. Einer Baumschule in der Nähe gelang es aber dennoch, alle Wünsche des Pomologen zu erfüllen. Es handelt sich um uralte Sorten. Maschanzker, Roter Bellefeur, Falchs Gulderling, die Graue Franz Renette, Hauxapfel, der Pfirsichrote Sommerapfel – das sind Namen, die wohl nur noch wenigen der geneigten Leserinnen und Leser etwas sagen. Zwei oder drei Generationen vorher hätte das garantiert noch ganz anders ausgesehen, und vielleicht kehrt verloren gegangenes Wissen auch bald wieder ins kollektive Gedächtnis zurück.

Neben Äpfeln und Birnen gibt es im Zentrum der Streuobstwiese einen Zwetschgengarten, der die Besucher mit den wichtigsten Zutaten für einen saftigen Zwetschgendatschi versorgen soll. Die Hauszwetschgen gibt es in verschiedenen Landstrichen. Sie unterscheiden sich in Fruchtgröße und Reifezeit. Benannt sind sie oft nach ihren Züchtern. Nicht nur die Äpfel haben – wie eingangs schon erwähnt – klingende Namen. Die Hauszwetschgen heißen zum Beispiel „Schüfer“ oder „Meschenmoser“, die Mirabelle ist eine „von Nancy“. So weit, so gut. Aber was macht man nun mit diesem Obst? Diese Frage beantworten Studierende an der Hauswirtschaftsschule im nahegelegenen Pfarrkirchen in der Broschüre zur Streuobstwiese. Darin befinden sich auch alle Infos zu den Obstsorten sowie eine komplette Kartierung – damit man das gesuchte Obst auch findet. Nun freuen sich alle Bündnispartner auf ein gutes Gedeihen der Streuobstwiese, für die auch heuer wieder gilt: „Betreten und Pflücken ausdrücklich erlaubt“.

Weiteres Informationsmaterial

Die beiden neuen Broschüren sind beim Landratsamt (E-Mail: ferienregion@rottal-inn.de, Tel.: 08561/20268) und in der Kurverwaltung (E-Mail: kurverwaltung@badbirnbach.de, Tel.: 08563/963040) erhältlich.

Die Mostbroschüre darüber hinaus bei allen teilnehmenden Wirtshäusern und obstverarbeitenden Betrieben.

Blätterbare PDF-Versionen samt Mostwochen-Archiv gibt es auf www.badbirnbach.de/mostkoenigin und www.badbirnbach.de/streuobstwiese