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Wallfahrtskirche Gartlberg

Ein besonderes Wahrzeichen der Stadt Pfarrkirchen ist die Marienwallfahrtskirche auf dem Gartlberg, die Gartlbergkirche. Dieser doppeltürmige Barockbau, der das Pfarrkirchner Stadtbild beherrscht, egal aus welcher Richtung Sie in die Stadt kommen, wurde von 1661 bis 1715 nach den Plänen des italienischen Kirchenbauers Domenico Zuccali errichtet.

Künstler beim Bau der Wallfahrtskirche Gartlberg

Der Chor mit Hochaltar wurde von Giovanni Battista Carlone und Paolo d Állio in Stuckmarmor errichtet. Beide Künstler haben auch am Passauer Dom bedeutende Arbeit geleistet. Die Stuckarbeiten im Langhaus schuf Ehrgott Berhard Bendl – aus der Pfarrkirchner Kunsthandwerkerfamilie Bendl! Die Kirche wurde 2008 renoviert.

Kreuzweg zum Gartlberg

Auf dem Fußweg hinauf zum Gartlberg ist ein schöner Kreuzweg mit 15 Stationen zu bewundern, der 1888 erbaut wurde. 1972 wurden hier die alten, tönernen Kreuzwegstationen aus der Stadtpfarrkirche integriert.

Geschichtlicher Hintergrund

Schon nach dem 30jährigen Krieg wird in der Karwoche auf dem Gartlberg die Passion gespielt. Im März 1659 heftet der Pfarrkirchner Wolf Schmierdorfer sein Marienbild beim Spielort an einen Baum. Dieses auf Kupferblech gemalte Vesperbild hatte er 1634 in Regensburg gegen einen Laib Käse eingetauscht. Der große Zulauf zum Passionsspiel und erste wundersame Errettungen lassen dieses Bild schnell bekannt werden. Mit den eingehenden Spenden wird schon im August 1659 ein „Heiliges Grab“ errichtet. Damit erhält Pfarrkirchen einen Kalvarienberg.

Die Franziskaner fördern ab1660 den Portiunkula-Ablaß. Mitte des 18. Jh. strömen deswegen Anfang August Tausende zum Gartlberg. Die Säkularisation 1802 bringt die Wallfahrt fast ganz zum Erliegen; das können auch die Benefiziaten, die seit1748 neben der Kirche wohnen, nicht verhindern.

1806 verlegen die Pfarrkirchner den Friedhof auf den Gartlberg – ein weiterer Grund, in der Wallfahrtskirche Trost zu suchen. 1921 kommen die Salvatorianer und betätigen sich hier segensreich bis 2014. 2015 übernehmen die Pauliner die Wallfahrtsseelsorge in Gartlberg.

Der eigens gegründete Förderverein ermöglicht 1982 die Gesamtrenovierung. Der neue Glanz zog auch viele Kurgäste und Touristen an.

"Der Gartlberg" ist ein Ort, der für die Menschen den "Himmel offen hält".

freier Eintritt
frei zugänglich / immer geöffnet

Karte

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