Spargel aus dem Gäuboden und aus Abensberg – regionaltypisch und gut

Pünktlich zum Osterfest meldet sich die lang ersehnte Delikatesse zurück auf die Speisekarte: der Spargel. In Bayern kommen die feinen weißen Stangen meist aus dem Bayerischen Golf- und Thermenland. Von Mitte April bis “Johanni” am 24. Juni verwandelt sich der Raum südlich der Donau, im Dreieck zwischen Regensburg, Landshut und Straubing in ein kulinarisches Dorado für Spargelfreunde.

Die Mühe hat sich gelohnt beim Spargelstechen in Abensberg
Die Mühe hat sich gelohnt beim Spargelstechen in Abensberg © Tourismusverband Ostbayern e.V., Herbert Stolz

Mit gleich zwei großen Spargelanbaugebieten – Abensberg und dem Gäuboden – und knapp 600 Hektar Anbaufläche zählt die Region zu den größten Spargelanbaugebieten in ganz Bayern. Je nach Bodenbeschaffenheit der Anbaugebiete weisen die edlen Stangen unterschiedliche Geschmacksnoten auf – wobei allen eines gemein ist: der unvergleichliche Genuss!

Der kleine Spargel-Guide

Was Spargelschlemmer wissen sollten: 

Das edle Gewächs ist nicht nur lecker, sondern auch gesund. Spargel wirkt entschlackend, hat einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt und ist auch für Diabetiker besonders geeignet. Und: Geschlemmt werden darf mit gutem Gewissen, denn ein Kilogramm Spargel hat nur 180 Kalorien, was gerade einmal einem Müsliriegel entspricht. Spargel ist ein Superfood und absoluter Low-Carb-Klassiker – er passt also ideal in aktuelle Ernährungskonzepte.

Die Besonderheiten des Abensberger Spargels

Abensberger Spargel ist innerhalb der EU als geografisch geschützte Herkunftsangabe (g.g.A.) anerkannt, seit zwei Jahren führt er zudem die Auszeichnung „Weltgenusserbe“ .

Tipps für den Einkauf 

Guten Spargel erkennen Gemüsefreunde an der hellgrünen oder violettstichigen Farbe sowie an der Form. Spargel sollte bestenfalls gerade, fest und von einheitlicher Größe sein, sowie geschlossene (nicht blühende) Spitzen haben. Die Größe und Dicke der Spargelstangen ist allerdings kein Kriterium für Qualität oder Geschmack. Dicke Stangen haben oft zähere, holzigere Enden, die sich mühelos vor dem Kochen abschneiden lassen.

Spargel im Kühlschrank oder auf Eis lagern:

Nach Einkauf sollten die Spargel innerhalb von zwei bis drei Tagen, besser noch früher, verwendet werden. Sollten die Stangen dennoch zu einem späteren Zeitpunkt gegessen werden, lassen sie sich am Besten in einer mit kaltem Wasser gefüllte Schüssel (oder sogar in eine kleine Vase) stellen. Alternativ kann man die Stangenenden mit einem feuchten Küchenpapier umwickeln und die Spargel im Kühlschrank aufbewahren. In einem Plastikbeutel lassen sie sich so bis zu drei Tage lang im Kühlschrank lagern.

Vom Anbau bis zum Genuss – das kleine Spargelseminar

Bekennende Spargelfreunde und die, die mehr über das Weiße Gold erfahren möchten, sollten dem Spargelbauer Waltl Hof im Dorf Sandharlanden (nördlich von Abensberg) einen Besuch abstatten. Im Hofladen werden frisch gestochene Stangen verkauft, am Wochenende stehen in der Hofwirtschaft köstliche Spargelgerichte auf der Speisekarte. Doch nicht genug: In einem kleinen Spargelseminar zeigt Bauer Waltl interessierten Gruppen, wie sein Spargel sorgsam von Hand geerntet wird, auf dem Hof erfahren die Besucher anschließend alles über die Verarbeitung, von der Sortierung übers Schälen bis zum Kochen – und nach so viel gestilltem Wissensdurst geht's in die Hof-Wirtschaft zum Spargelschlemmen.

Bio-Spargel-Einkaufstipp ab Hof:

Ganz frisch gestochen erhalten Spargel-Liebhaber die Delikatesse auf dem Bioland-Spargelhof Sepp Keil in Kapfelberg bei Kelheim oder vom Spargelhof Röll in Sandharlanden.

Die Spargeltorte – eine Spezialität aus dem Gäuboden: 

Im Spargelanbaugebiet Gäuboden, rund um die niederbayerische Stadt Straubing, ist eine besonders leckere Spargelspezialität zu Hause, die Spargeltorte.

Für die Torte benötigt man:

  • 250g Weißbrot
  • 100g Butter
  • 375g gekochten weißen und grünen Spargel
  • 125g Parmaschinken
  • 4 Eier
  • 125ml Milch
  • 125ml Sahne
  • Salz, frischen Pfeffer, Muskatnuss
  • 2 EL geriebenen Parmesan.

Für die Zubereitung das Weißbrot entrinden und der Länge nach in Scheiben schneiden. Butter zerlassen, die Weißbrotscheiben damit beträufeln und eine Tortenform damit auslegen. Den Spargel sternförmig darauf anordnen. Schinken in kleine Würfel schneiden und über den Spargel streuen. Die Eier mit Milch, Schlagsahne, Gewürzen und Parmesan verschlagen, über die Torte gießen und in den Backofen bei Ober- und Unterhitze bei 200 Grad etwa 15 Minuten backen.

Container
Saftige Spargeltorte mit frischen, blanchierten Brennesselspitzen unter dem Spargel. © Ulrike Eberl-Walter